Neues von And Union

Seit kurzem ist Henning Madea der neue Geschäftsführer von And Union. In B&B blickt er hinter die Kulissen und nach vorne.

Interview. Henning Madea

And Union hat mittlerweile einen langen Weg hinter sich gebracht. Begonnen hat es 2007 mit Bieren, die unter anderem in Bayern gebraut und die hauptsächlich in Südafrika verkauft wurden. Erst acht Jahre später kamen die Biere in den bunten Dosen auch in Deutschland auf den Markt. Mittlerweile hat der frühere Jägermeister-Manager Henning Madea (42) Ende letzten Jahres die Geschäftsführung von And Union übernommen. In B&B erzählt er, wie es mit der Marke weitergeht.

B&B: Henning, bitte skizziere kurz die Geschichte von And Union.

Henning: And Union gibt es seit 2007. Damals haben wir unser Bier bei belgischen und deutschen Brauereien brauen lassen und es dann zunächst in Südafrika, später auch in Großbritannien, China und Deutschland vertrieben. Die Rezepte haben wir dabei zusammen mit den Brauereien entwickelt. Bis heute arbeiten wir in Bayern mit vier familiengeführten Traditionsbrauereien zusammen. Teams haben wir in München, London und Kapstadt. Zurzeit haben wir fünf Stile im Programm: ein helles Lager, ein dunkles Lager, ein helles Weißbier, ein Pale Ale und ein India Pale Ale. Alle Biere sind unfiltriert und nach den Vorgaben des Vorläufigen Biergesetzes gebraut. Wir sind ein kleines, internationales Team von etwa zehn Mitarbeitern. Unsere Biere vertreiben wir zurzeit in 14 Ländern. Unser größter Absatzmarkt ist England.

B&B: Welche Pläne hast du für die Zukunft von And Union?

Henning: Wir wollen And Union zu einer internationalen Lifestylemarke ausbauen. Aktuell optimieren wir unsere Prozesse sowie unsere Vermarktungs- und Aktivierungskonzepte und bauen ein professionelles Team auf. Wir werden sicherlich einen Hauptfokus auf die Märkte England und Deutschland haben, aber auch darüber hinaus weitere Länder auf- und ausbauen.

­And Union Sunday

© And Union

B&B: Wie bewertest du die aktuellen Entwicklungen in der deutschen Bierkultur?

Henning: Der deutsche Markt ist extrem schwierig. Die Preissensibilität der Deutschen ist bekannterweise sehr hoch. Craftbiere kosten in der Regel das Drei- bis Vierfache von anderen Bieren. Dafür bieten Craftbiere allerdings auch eine höhere Komplexität in punkto Geschmack. Viele Craftbierhersteller sind allerdings in das Extrem gegangen und stellen geschmacklich sehr herausfordernde Biere her, an die der Konsument bis jetzt noch nicht gewöhnt ist. Ich bin überzeugt, dass man den Konsumenten abholen muss. Unsere Biere schlagen deshalb eine geschmackliche Brücke zwischen den klassischen deutschen Stilen und sehr komplexen Craftbieren: leicht trinkbar, aber doch ein echtes Geschmackserlebnis.

B&B: Und zum Schluss: Bitte erzähle ein wenig von dir. Woher kommst du, was hast du bislang gemacht und wie kam es dazu, dass du jetzt bei And Union arbeitest?

Henning: Ich habe zunächst eine kaufmännische Ausbildung in Hamburg gemacht und danach ein Studium in England, den Niederlanden und China in den Bereichen Marketing und strategisches Management absolviert. Begleitend zum Studium habe ich drei Jahre bei einer international tätigen Unternehmensberatung im Bereich Mergers & Acquisition gearbeitet.

In den vergangenen elf Jahren habe ich bei Jägermeister in unterschiedlichen Funktionen gearbeitet, unter anderem als Head of Business Development & Corporate Strategy und Head of Global Brand & Portfolio Management. Die Zeit bei Jägermeister war sehr schön. Ich habe viel aufbauen und bewegen können. Doch jetzt war es für mich an der Zeit für etwas Neues. Dabei war mir wichtig, eine spannende Herausforderung zu finden und Gestaltungs- und Entscheidungskompetenzen zu erhalten. Bei And Union hat das gepasst.

Persönlich bin ich ein absoluter Foodie, ich koche gerne, habe eine Sensorikausbildung gemacht und liebe Kaffee. Zudem interessiere ich mich für Design und Architektur.

Die Fragen stellte Falk Osterloh.

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