Großbrauereien kündigen Preiserhöhungen an

Großbrauereien wie Veltins und Radeberger erklären, weshalb sie im Jahr 2020 die Bierpreise vor allem in der Gastronomie erhöhen wollen.
Gezapftes Bier

Bierpreise steigen 2020

Preiserhöhungen sind überfällig, heißt es seit Jahren aus der Bierbranche. Nun haben verschiedene Großbrauereien angekündigt, in diesem Jahr ihre Preise vor allem in der Gastronomie anheben zu

Fassbier wird teurer und das nicht ohne Grund. Die Hochphase des Pro-Kopf-Bierkonsums der 1970er-Jahre mit knapp über 150 Litern pro Jahr ist lange vorbei. Mittlerweile hat sich der Konsum bei um die 100 Liter eingependelt. Vergleicht man den Bierabsatz in Deutschland von 2018 mit den Zahlen von 2019, ist dieser um 2,5 Prozent auf 85,2 Millionen Hektoliter gesunken.

Das höhere Durchschnittsalter der Konsumenten, aber auch ein verändertes Sozialverhalten der jüngeren Generation, tragen ihren Teil dazu bei. Mit zunehmendem Umfang findet die Kommunikation bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in sozialen Medien statt und nicht mehr in der Kneipe im Ort. „Junge Menschen sind miteinander unterwegs, aber nicht in der Gastronomie, sondern am Smartphone“, erklärt Ulrich Biene, Sprecher der Veltins Brauerei aus Meschede-Grevenstein im Sauerland, Medienberichten zufolge.

Gestiegene Kosten

Das sind aber nicht die einzigen Gründe, warum neben Veltins auch Krombacher und die Radeberger Gruppe – der mit mehr als 40 Marken größte Braukonzern in Deutschland – den Bierpreis vor allem für das Fassbier erhöhen wollen.

Die Anhebung wird zudem mit gestiegenen Kosten in den Bereichen Logistik, Energie und Verpackung begründet. Auch erhöhte Ausgaben für das Mehrwegsystem, zunehmende Investitionen in Neuglas, branchenbedingte Tariferhöhungen und höhere Rohstoffkosten führen zu der angekündigten Anpassung der Abgabenpreise an die Gastronomie und den Handel.

Hoffen auf die EM

In letzter Konsequenz werden vor allem die Gastronomen die Steigerung an den Endkunden vor der Theke weitergeben. Ulrich Biene verkündet, dass ab März 2020 ein 0,3-Liter-Glas um 2,5 Cent teurer werden soll. Auch verschiedene Flaschenbiere der Radeberger Gruppe sollen künftig etwas mehr kosten. Der Konzern teilte mit, dass für die drei Topmarken Schöfferhofer Weizen, Berliner Pilsner und Ur-Krostitzer dem Handel zukünftig mehr Geld in Rechnung gestellt werden wird.

Die Brauereien erhoffen sich durch die Fußball-Europameisterschaft für 2020 einen höheren Umsatz als im vergangenen Jahr. Auch der Sektor der alkoholfreien Getränke und Biermischgetränke steigt seit Jahren enorm und verspricht, den sinkenden Bierkonsum zumindest ein wenig abzufangen. Kompensieren kann er ihn jedoch nicht.

Benedikt Sand

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