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	<title>Wissenschaft Archive - Magazin Bier &amp; Brauhaus</title>
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	<lastBuildDate>Tue, 24 Jun 2025 14:09:48 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von Bier bis Arznei: Wie Hopfen gegen Spinnmilben resistenter wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bier &#38; Brauhaus Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bierbranche & Brauwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Hopfen]]></category>
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		<category><![CDATA[Schädlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland ist weltweit einer der beiden Hauptproduzenten der Kulturpflanze Hopfen, die auch Grundlage etwa von Arzneien ist. Doch jährlich lauert eine Gefahr: die Spinnmilbe. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert deshalb mit rund 450.000 Euro ein Projekt der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), dass das Problem der Spinnmilben gezielt bekämpfen will. Der Hopfen soll widerstandsfähiger [&#8230;]</p>
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<p>Deutschland ist weltweit einer der beiden Hauptproduzenten der Kulturpflanze Hopfen, die auch Grundlage etwa von Arzneien ist. Doch jährlich lauert eine Gefahr: die Spinnmilbe. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert deshalb mit rund 450.000 Euro ein Projekt der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), dass das Problem der Spinnmilben gezielt bekämpfen will. Der Hopfen soll widerstandsfähiger werden, um langfristig weniger Pestizide einsetzen zu müssen.</p>



<p>DBU-Generalsekretär Alexander Bonde hebt die Bedeutung dieses doppelten Ansatzes hervor: „Das sichert den Bäuerinnen und Bauern die Existenzgrundlage, sorgt zugleich aber für mehr Umweltschutz.“ Laut Statistischem Bundesamt haben deutsche Brauereien 2023 rund 7,2 Milliarden Liter alkoholhaltiges Bier hergestellt. Dazu kommen etwa 556 Millionen Liter alkoholfreies Bier. Dafür ist die Branche unter anderem auf einen Rohstoff angewiesen: Hopfen. Dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zufolge sind 2024 bundesweit rund 46.540 Tonnen Hopfen geerntet worden, ein Anstieg zum Vorjahr um rund 13 Prozent.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pestizide gefährden Artenvielfalt in Deutschland</h2>



<p>Der Kulturhopfen mit Bayern als Hauptanbaugebiet in Deutschland ist allerdings durch die sogenannte Gemeine Spinnmilbe als Schädling bedroht. Sie verursacht nach Angaben der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft erhebliche Qualitäts- und Ernteverluste – bis hin zum Totalausfall. Um das zu verhindern, kommt chemische Schädlingsbekämpfung zum Einsatz, darunter zum Beispiel Akarizide – also Pestizide zur speziellen Bekämpfung von Milben und Zecken. </p>



<p>Doch es gibt einen Haken, erklärt DBU-Abteilungsleiter Dr. Maximilian Hempel: „Pestizide tragen entscheidend zum Rückgang der biologischen Vielfalt bei. Letztlich gefährdet das auch die Existenz bäuerlicher Betriebe.“ Doch es gibt Auswege, wie eine seitens der DBU entwickelte bundesweite Förderinitiative zur Pestizidvermeidung gezeigt hat. Rund drei Millionen Euro Förderung durch die DBU flossen in insgesamt fast ein Dutzend Projekte. Hempel: „Motivation ist, den Schutz biologischer Vielfalt zu verstärken, ohne die Existenz von Bauernhöfen aufs Spiel zu setzen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft forscht auf 31 Hopfenanbau-Flächen</h2>



<p>Daher sucht auch die LfL nach Methoden für nachhaltigen Pflanzenschutz. Projektleiter Dr. Florian Weihrauch berichtet über eine bemerkenswerte Erkenntnis: „Hopfen-Anbauflächen, die von erheblichen Schäden durch Spinnmilben betroffen waren, hatten in den Folgejahren kaum oder gar nicht mehr mit Befall zu kämpfen – ganz ohne den Einsatz von Pestiziden.“ In dem von der DBU geförderten Projekt untersucht die LfL 31 Hopfengärten über fünf Jahre. In jedem wurde ein Teilbereich alljährlich mit Akariziden behandelt, während eine zweite Teilfläche unbehandelt blieb. </p>



<p>Ziel ist es, die Gründe für das beobachtete Phänomen zu finden und wissenschaftlich zu belegen. Das Projekt läuft bis Ende Mai 2026. Was für Weihrauch jetzt schon sicher ist: „Eine jährliche Hopfen-Behandlung mit Akariziden ist gar nicht notwendig und schädigt die Umwelt. Unsere Untersuchungen auf den Beobachtungsflächen lassen erkennen, dass selbst bei einem reduzierten Pestizideinsatz in vielen Jahren keine Ernteausfälle drohen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Wie eine Impfung bei Menschen“</h2>



<p>Weitere Forschungsergebnisse erhofft sich Weihrauch noch aus einer anderen Erkenntnis: Nach einem starken Befall mit Spinnmilben verändern sich nach seinen Worten mehrere Faktoren bei der Hopfenpflanze. Der Projektleiter: „Unter anderem produziert sie vermehrt sogenannte Methyl-Salicylsäure, die dazu beiträgt, einen erneuten Schädlingsbefall deutlich unwahrscheinlicher zu machen. Bis zum Projektende wollen wir die Gründe noch eingehender untersuchen.“ </p>



<p>Für Weihrauch steht fest: „Hopfen bildet eine natürliche Resistenz gegen die Spinnmilben aus. Das tritt zwar auch bei anderen Pflanzen wie Baumwolle, Sojabohnen oder Zitrusfrüchten auf, doch solch ein Schutz gegen einen beißenden Schädling ist selten.“ Dieses Phänomen wollen die LfL-Forschenden folglich für eine ökologischere und umweltschonendere Landwirtschaft nutzen. „Stark vereinfacht kann man es sich vorstellen wie eine Impfung bei Menschen“, so Weihrauch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Landwirte und Umwelt profitieren</h2>



<p>Wenn Hopfenpflanzen auf natürliche Weise gegen Schädlinge abgehärtet oder zumindest weniger Akarizide verwendet werden müssen, hätte das laut Weihrauch mehrere positive Effekte: „Zum einen eine erhebliche Kostenersparnis. Denn der Einsatz der Chemikalien schlägt im Schnitt pro Hektar und pro Anwendung mit 300 bis 400 Euro zu Buche. Zum anderen besserer Umwelt- und Naturschutz, weil Akarizide – einmal in die Umwelt gelangt – der Tier- und Pflanzenwelt schaden können.“ Wenn natürlicher Schutz Ernteausfälle ebenso gut verhindere wie chemische Schädlingsbekämpfung, würden alle Beteiligten profitieren. Weihrauch: „Die Nutzung der natürlichen Resistenz gegen Schädlinge ist eine wichtige Etappe auf dem Weg hin zu einem nachhaltigen Pflanzenschutz.“</p>



<p><em>Foto- und Textquelle: Pressemitteilung der DBU vom 22.04.25</em></p>
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		<title>Spuren von 10.000 Jahre altem Reisbier in neolithischer Stätte in Ostchina entdeckt</title>
		<link>https://bier-und-brauhaus.de/spuren-von-10-000-jahre-altem-reisbier-in-neolithischer-staette-in-ostchina-entdeckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bier &#38; Brauhaus Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostung & Geschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einer gemeinsamen Studie wurden an der Shangshan-Stätte in der chinesischen Provinz Zhejiang Belege für Reisbier aus einer Zeit vor etwa 10 000 Jahren entdeckt, die neue Einblicke in die Ursprünge des Brauens alkoholischer Getränke in Ostasien ermöglichen. Diese Entdeckung unterstreicht den Zusammenhang zwischen der Reisfermentation in Shangshan und dem kulturellen und ökologischen Kontext der [&#8230;]</p>
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<p>In einer gemeinsamen Studie wurden an der Shangshan-Stätte in der chinesischen Provinz Zhejiang Belege für Reisbier aus einer Zeit vor etwa 10 000 Jahren entdeckt, die neue Einblicke in die Ursprünge des Brauens alkoholischer Getränke in Ostasien ermöglichen.</p>



<p>Diese Entdeckung unterstreicht den Zusammenhang zwischen der Reisfermentation in Shangshan und dem kulturellen und ökologischen Kontext der Region sowie der breiteren Entwicklung der frühen Reislandwirtschaft und der sozialen Strukturen.</p>



<p>Die Studie wurde gemeinsam von Forschern der Stanford University, des Instituts für Geologie und Geophysik (IGG) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und des Instituts für Kulturgüter und Archäologie der Provinz Zhejiang (ICRA) in China durchgeführt. Die Studie wurde in der neuesten Ausgabe der&nbsp;<em>Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS</em>&nbsp;) am 9. Dezember veröffentlicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Frühe Herstellung von alkoholischen Getränken aufgedeckt</h2>



<p>Das Forscherteam analysierte zwölf Keramikscherben aus der frühen Phase der Shangshan-Stätte im Kreis Pujiang in der Provinz Zhejiang (10.000-9000 BP). &#8222;Diese Scherben wurden mit verschiedenen Gefäßtypen in Verbindung gebracht, darunter solche für die Gärung, das Servieren, die Lagerung, das Kochen und die Verarbeitung&#8220;, so Prof. Jiang Leping vom ICRA. Die Forscher extrahierten und analysierten Mikrofossilien von den Innenflächen der Keramik sowie vom Ton und den Sedimenten der umgebenden Kulturschicht.</p>



<p>&#8222;Wir haben uns auf die Identifizierung von Phytolithen, Stärkekörnchen und Pilzen, die Aufschluss über die Verwendung der Töpferwaren und die an diesem Ort angewandten Lebensmittelverarbeitungsmethoden geben konzentriert&#8220;, so Prof. Liu Li von der Stanford University, Erstautor der Studie und Mitautor.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reis als Grundnahrungsmittel</h2>



<p>Die Analyse der Phytolithen ergab ein signifikantes Vorkommen von Phytolithen von domestiziertem Reis in den Rückständen und der Tonerde. &#8222;Diese Beweise zeigen, dass Reis ein Grundnahrungsmittel für das Shangshan-Volk war&#8220;, sagte Prof. Zhang Jianping vom IGG, ebenfalls ein Mitautor der Studie.</p>



<p>Es wurde auch nachgewiesen, dass Reishülsen und -blätter für die Herstellung von Töpferwaren verwendet wurden, was ein weiterer Beleg für die wichtige Rolle von Reis in der Shangshan-Kultur ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hinweise für Fermentierung</h2>



<p>Das Team fand außerdem eine Vielzahl von Stärkekörnern in den Töpferresten, darunter Reis, Hiobstränen, Scheunengras, Triticeae, Eicheln und Lilien. Viele der Stärkekörnchen wiesen Anzeichen von enzymatischem Abbau und Verkleisterung auf, die für Fermentationsprozesse charakteristisch sind.</p>



<p>Darüber hinaus wurden bei der Untersuchung zahlreiche Pilzelemente gefunden, darunter&nbsp;<em>Monascus-Schimmelpilze</em>&nbsp;und Hefezellen, von denen einige die für die Fermentation typischen Entwicklungsstadien aufwiesen. Diese Pilze stehen in engem Zusammenhang mit Vorspeisen&nbsp;<em>,</em>&nbsp;die bei traditionellen Brauereimethoden verwendet werden, wie z. B. bei der Herstellung von&nbsp;<em>Hongqujiu</em>&nbsp;(roter Hefereiswein) in China.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kugelförmige Krüge für Alkoholgärung</h2>



<p>Das Forschungsteam analysierte die Verteilung von&nbsp;<em>Monascus-</em>&nbsp;und Heferesten in verschiedenen Gefäßtypen und stellte höhere Konzentrationen in kugelförmigen Krügen im Vergleich zu einem Kochtopf und einem Verarbeitungsbecken fest. Diese Verteilung deutet darauf hin, dass die Gefäßtypen eng mit bestimmten Funktionen verbunden waren, wobei die kugelförmigen Gefäße speziell für die Alkoholgärung hergestellt wurden.</p>



<p>Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Shangshan-Volk in den frühen Phasen der Reisdomestikation ein breites Spektrum an Subsistenzstrategien anwandte und Keramikgefäße, insbesondere kugelförmige Krüge, zur Herstellung von alkoholischen Getränken auf Reisbasis verwendete.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verknüpfung von Technologie, Landwirtschaft und Klima</h2>



<p>Das Aufkommen dieser Brautechnologie in der frühen Shangshan-Kultur war eng mit der Domestizierung von Reis und dem warmen, feuchten Klima des frühen Holozäns verbunden. &#8222;Domestizierter Reis lieferte eine stabile Ressource für die Fermentation, während günstige klimatische Bedingungen die Entwicklung der <em>qu-basierten</em> Fermentationstechnologie förderten, die auf dem Wachstum von Fadenpilzen beruhte&#8220;, sagte Prof. Liu.</p>



<p>Um eine mögliche Kontamination durch den Boden auszuschließen, untersuchten die Forscher Sedimentkontrollproben, die deutlich weniger Stärke- und Pilzreste enthielten als die Keramikreste.</p>



<p>Dieser Befund untermauert die Schlussfolgerung, dass die Rückstände in direktem Zusammenhang mit Fermentationsaktivitäten standen. Moderne Fermentationsversuche mit Reis,&nbsp;<em>Monascus</em>&nbsp;und Hefe bestätigten die Ergebnisse, indem sie eine morphologische Übereinstimmung mit den auf Shangshan-Keramik gefundenen Pilzresten zeigten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alkoholgenuss bei zeremoniellen Festen</h2>



<p>&#8222;Diese alkoholischen Getränke spielten wahrscheinlich eine zentrale Rolle bei zeremoniellen Festen, was ihre rituelle Bedeutung als mögliche treibende Kraft hinter der verstärkten Nutzung und dem weit verbreiteten Anbau von Reis im neolithischen China unterstreicht&#8220;, so Prof. Liu.</p>



<p>Die Belege für die Fermentierung von Reisalkohol in Shangshan stellen das früheste bekannte Vorkommen dieser Technologie in Ostasien dar und bieten neue Einblicke in das komplexe Zusammenspiel zwischen der Domestizierung von Reis, der Herstellung von alkoholischen Getränken und der sozialen Bildung während des frühen Holozäns in China. Die Forschung wurde vom Min Kwaan Chinese Archaeology Program der Stanford University und der National Natural Science Foundation of China unterstützt.</p>



<p><em>Text- und Bildquelle: https://www.yumda.com/en/news/1185101/traces-of-10-000-year-old-ancient-rice-beer-discovered-in-neolithic-site-in-eastern-china.html</em></p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>US-Gose kann Super-8-Filme entwickeln</title>
		<link>https://bier-und-brauhaus.de/dogfish-head-super-eight/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Falk Osterloh]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2019 11:05:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkostung & Geschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SuperEIGHT entwickelt Super-8-Filme Der US-amerikanische Brauer Sam Calagione von Dogfish Head will analoge Biere für das digitale Zeitalter brauen, wie er sagt. Für das analoge Zeitalter steht auch die Firma Kodak – sogar mehr, als ihr lieb sein dürfte. Denn sie gilt als einer der Verlierer des digitalen Vormarsches, da sie zu lange auf analoge [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>SuperEIGHT entwickelt Super-8-Filme</strong></h2>



<p>Der US-amerikanische Brauer Sam Calagione von Dogfish Head will analoge Biere für das digitale Zeitalter brauen, wie er sagt. Für das analoge Zeitalter steht auch die Firma Kodak – sogar mehr, als ihr lieb sein dürfte. Denn sie gilt als einer der Verlierer des digitalen Vormarsches, da sie zu lange auf analoge Technik gesetzt hat. In einer ungewöhnlichen Kollaboration zwischen den beiden Unternehmen braut Dogfish Head nun eine Gose, deren pH-Wert so niedrig ist, dass man mit ihr Super-8-Filme entwickeln kann. Aber geht das überhaupt? Ein Filmentwickler aus Deutschland sagt: Ja.</p>



<p>Craftbier lebt von seinen Geschichten. Denn mit guten Geschichten kann man die Aufmerksamkeit von Bierliebhabern erlangen und sich ein wenig von der Konkurrenz abheben. Eine solche Geschichte erzählt Sam Calagione von der US-amerikanischen Dogfish Head Brewery, einer der charismatischsten und entschleunigtsten Brauer des Landes.</p>



<p>Er habe in einem Podcast der Firma Kodak erfahren, dass Bier Super-8-Filme entwickeln könne, wenn dessen pH-Wert niedrig genug sei. Das habe ihn motiviert, ein ebensolches Bier zu brauen. Herausgekommen ist das SuperEIGHT, eine Gose, die mit neun zusätzlichen Zutaten gebraut wurde: Birne, Mango, Boysenbeere, Brombeere, Himbeere, Holunderbeere, Kiwi, Quinoa sowie mit rotem Meersalz aus Hawaii. Die Farbe der Gose ist rot, der Geschmack, nun ja, sauer.</p>



<p>Sam versichert, dass man mit seiner Gose Kodaks Super-8-Filme entwickeln kann. Aber geht das wirklich? „Ja“, sagt Martin Schneider von der Firma <a href="https://www.super-8.com/">„Die </a><a href="https://www.super-8.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Film</a><a href="https://www.super-8.com/">&#8211;</a><a href="https://www.super-8.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Retter</a><a href="https://www.super-8.com/">“</a>, die sich unter anderem auf das Digitalisieren von Super-8-Filmen spezialisiert hat. „Super-8-Filme enthalten Silberbromid, das beim Entwickeln mit Säure reagiert. In Deutschland gibt es einige Filmfreaks, die Super-8-Filme mit allen möglichen Getränken entwickeln: Kaffee, Whisky oder auch Bier.“</p>



<p>Man müsse diese Getränke aber vorher präparieren, damit sie die Eigenschaften einer Säure erhalten. „Dafür gibt man normalerweise Vitamin C hinzu“, sagt Martin. „Das senkt den pH-Wert.“ Bei dem SuperEIGHT kann dieser Schritt wohl entfallen. „Aber man muss den fertigen Film hinterher noch fixieren“, erklärt der Film-Experte. „Dafür nimmt man Salzwasser.“ Für die Umwelt sei es übrigens gut, Bier statt der üblicherweise verwendeten Chemikalien zu verwenden. Denn dann müsse man diese Chemikalien hinterher nicht entsorgen. Einen Nachteil hat das Entwickeln mit Bier allerdings: „Die Kontraste auf dem fertigen Film sind ziemlich weich“, sagt Martin. „Und der Film hat einen Blaustich.“</p>



<p>Das SuperEIGHT wurde in diesem Monat in den USA auf den Markt gebracht. Vielleicht findet es bei seinen ganzen Vorzügen ja auch den Weg nach Deutschland.</p>



<p class="has-text-align-right">Falk Osterloh</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kann man mit Hefe aus jahrhundertealtem Bier brauen?</title>
		<link>https://bier-und-brauhaus.de/deep-ascent/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Falk Osterloh]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2019 19:01:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brauhandwerk & Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kontroverse um Bier aus Schiffswrack Der Brauer und Hobbytaucher Jamie Adams aus den USA hat bei einem Tauchgang 133 Jahre alte Bierflaschen in einem Schiffswrack entdeckt. Er hat die Hefe aus dem Bier extrahiert und mit ihr ein neues Bier gebraut. Sagt er. Aber kann man überhaupt mit einer so alten Hefe ein Bier brauen? [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bier-und-brauhaus.de/deep-ascent/">Kann man mit Hefe aus jahrhundertealtem Bier brauen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://bier-und-brauhaus.de">Magazin Bier &amp; Brauhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kontroverse um Bier aus Schiffswrack</strong></h2>



<p><strong>Der Brauer und Hobbytaucher Jamie Adams aus den USA hat bei einem Tauchgang 133 Jahre alte Bierflaschen in einem Schiffswrack entdeckt. Er hat die Hefe aus dem Bier extrahiert und mit ihr ein neues Bier gebraut. Sagt er. Aber kann man überhaupt mit einer so alten Hefe ein Bier brauen? Deutschlands führender Hefeexperte meint: Nein. </strong></p>



<p>Die SS Oregon versank im Jahr 1886 auf ihrer Fahrt von Europa in die USA kurz vor der nordamerikanischen Atlantikküste – zusammen mit zahlreichen Bierflaschen. Wie das <em>ZDF</em> im März berichtete, hätten Jamie Adams, Besitzer der Saint James Brewery auf Long Island, und sein Team mehrere dieser alten Flaschen bei Tauchgängen geborgen. Mithilfe eines Mikrobiologen habe Adams die den Bieren entnommene Hefe in Reagenzgläsern gezüchtet und mir ihr dann ein Bier gebraut, das er „Deep Ascent“ nannte. In dem Bericht wird Adams mit den Worten zitiert, sein Bier sei eine „Nachbildung dessen, was 1886 auf dem Schiff serviert wurde“.</p>



<p>Aber kann man überhaupt eine so alte Hefe wiederbeleben? „Nein“, sagt Prof. Dr. Gerolf Annemüller, emeritierter Professor der Humboldt Universität in Berlin und Autor verschiedener Standardwerke über die Hefe in der Brauerei. „Befindet sich die Hefe über einen so langen Zeitraum in einer geschlossenen Bierflasche, stirbt sie ab. Sie zersetzt sich über den Weg der Autolyse.“</p>



<p>Zwar bilde obergärige Hefe Sporen, über die es grundsätzlich möglich sei, eine alte Hefe wieder auskeimen zu lassen. Aber die Hefe brauche zur Sporenbildung Sauerstoff, der nach 133 Jahren in einer richtig verschlossenen Flasche nicht mehr vorhanden sein könne. „Nach so langer Zeit ist in der Flasche nur Biomasse übrig“, erklärt Annemüller gegenüber B&amp;B. „Wenn mit diesem alten Hefesatz ohne einen bewussten Neuhefezusatz Gärung erzeugt wurde, muss man davon ausgehen, dass bei der Gewinnung des alten Hefesatzes eine Reinfektion von außen stattgefunden hat.“ Das „Deep Ascent“ der Saint James Brewery hält er eher für eine Marketingaktion.</p>



<p>Wenn dem so wäre, wäre die Aktion ein Erfolg. Bei einem Craftbierfestival in New York, bei dem das Bier ausgeschenkt worden sei, habe es eine lange Schlange vor dem Stand der Brauerei gegeben, schreibt das <em>ZDF</em>. Die Geschichte des Bieres sei bei den Interessenten dabei gut angekommen. „Zu wissen“, habe einer nach der Kostprobe erklärt, „dass es aus einer so alten Zeit stammt, dass man also praktisch eine Kostprobe der Geschichte erhält, ist einfach aufregend“. Die Brauerei erwartet in jedem Fall eine große Nachfrage. Um „preorder instructions“ für den in Kürze bevorstehenden Verkauf des Bieres zu erhalten, kann man sich auf der Startseite der Brauerei in einen Newsletter aufnehmen lassen.</p>



<p class="has-text-align-right">Falk Osterloh</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wissenschaftler erforschen alte Volksweisheit</title>
		<link>https://bier-und-brauhaus.de/studie-wein-auf-bier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bier &#38; Brauhaus Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2019 16:06:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkostung & Geschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[Bier auf Wein]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Volksweisheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wein auf Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bier auf Wein&#8230; …das lass sein. Wein auf Bier, das rat ich dir. Diese alte Volksweisheit ist wohl jedem deutschen Biertrinker geläufig. Interessanterweise existiert sie auch in anderen Sprachen. Im Englischen heißt sie zum Beispiel: „Beer before wine and you’ll feel fine“ und „Wine before beer and you’ll feel queer“. Ob an den Reimen wirklich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Bier auf Wein&#8230;</h2>



<p><strong>…das lass sein. Wein auf Bier, das rat ich dir. Diese alte Volksweisheit ist wohl jedem deutschen Biertrinker geläufig. Interessanterweise existiert sie auch in anderen Sprachen. Im Englischen heißt sie zum Beispiel: „Beer before wine and you’ll feel fine“ und „Wine before beer and you’ll feel queer“. Ob an den Reimen wirklich etwas dran ist, haben Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke erforscht. </strong></p>



<p>Die Forscher haben 90 Männer und Frauen für ihre Untersuchung gewinnen können, die sie auf drei Testgruppen aufgeteilt haben: Die Mitglieder der ersten Gruppe tranken zunächst Bier und dann Weißwein, die der zweiten erst Weißwein und dann Bier, und in der dritten Gruppe gab es nur eines von beidem zu trinken. Ausgeschenkt wurde dabei ein Pils von Carlsberg mit 5 Volumenprozent und einen 2015er Edelgräfler mit 11,1 Prozent. Der Alkoholgehalt wurde in einem Abstand von 60 Minuten im Atem der Probanden gemessen. Als sie 1,1 Promille Alkohol im Blut hatten, beurteilten die Teilnehmer den Grad ihrer Trunkenheit auf einer Skala von 1 bis 10.</p>



<p>Am nächsten Morgen bewerteten die Probanden dann die Intensität ihres Katers anhand der acht Parameter Durst, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Magenschmerzen, Herzrasen und Appetitlosigkeit. Jeder Parameter konnte mit einer Punktzahl von 0 bis 7 bewertet werden.</p>



<p>Eine Woche später wurde das Experiment wiederholt. Dieses Mal wechselten die Mitglieder der jeweiligen Gruppe: Wer beim letzten Mal zunächst Wein und dann Bier erhalten hatte, trank jetzt zuerst Bier und danach Wein.</p>



<p>Die Ergebnisse der Untersuchung, die im Februar im <em>American Journal of Clinical Nutrition</em> veröffentlicht wurden, sind eindeutig: Die Intensität des Katers hängt nicht davon ab, in welcher Reihenfolge Bier und Wein konsumiert werden. Die alten Volksweisheiten stimmen also nicht. Dafür fanden die Forscher etwas anderes heraus, das man irgendwie schon geahnt hatte: Wer sich am Abend betrunken fühlt und sich übergibt, hat am Morgen mit größerer Wahrscheinlichkeit einen schweren Kater als diejenigen, die sich am Abend weniger betrunken gefühlt und nicht übergeben haben.</p>
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