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	<title>Reinheitsgebot Archive - Magazin Bier &amp; Brauhaus</title>
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	<description>Aus Genuss wird Leidenschaft</description>
	<lastBuildDate>Tue, 28 May 2024 15:31:55 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Bayern feiert am 23. April 2024 den „Tag des Bayerischen Bieres“</title>
		<link>https://bier-und-brauhaus.de/bayern-feiert-am-23-april-2024-den-tag-des-bayerischen-bieres/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bier &#38; Brauhaus Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2024 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Brauerbund]]></category>
		<category><![CDATA[Gaststättenverband]]></category>
		<category><![CDATA[Reinheitsgebot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Reinheitsgebot ist ein Qualitätsversprechen der Brauer und neben der einzigartigen Biervielfalt, der mittelständischen Struktur der Braubranche und ihrer langen Tradition die tragende Säule des weltweit herausragenden Rufes des Bayerischen Bieres. Auf diesem Ruf und dem Bekenntnis der bayerischen Brauer zum Bayerischen Reinheitsgebot fußt auch die Eintragung der Bezeichnung Bayerisches Bier als „geschützte geografische Angabe“ [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bier-und-brauhaus.de/bayern-feiert-am-23-april-2024-den-tag-des-bayerischen-bieres/">Bayern feiert am 23. April 2024 den „Tag des Bayerischen Bieres“</a> erschien zuerst auf <a href="https://bier-und-brauhaus.de">Magazin Bier &amp; Brauhaus</a>.</p>
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<p>Das Reinheitsgebot ist ein Qualitätsversprechen der Brauer und neben der einzigartigen Biervielfalt, der mittelständischen Struktur der Braubranche und ihrer langen Tradition die tragende Säule des weltweit herausragenden Rufes des Bayerischen Bieres.</p>



<p>Auf diesem Ruf und dem Bekenntnis der bayerischen Brauer zum Bayerischen Reinheitsgebot fußt auch die Eintragung der Bezeichnung Bayerisches Bier als „geschützte geografische Angabe“ (g.g.A.), durch die das Bayerische Bier in den Kreis des kulinarischen Erbes Europas aufgenommen wurde, was man am blau-gelben g.g.A-Siegel auf vielen Bierflaschen erkennt. Es weist das so markierte Bier als „Echtes Original“ aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bierbrunnen sprudelt vor dem Brauerhaus</h2>



<p>Einer seit 1996 gepflegten Tradition folgend wird auch am Münchner <a href="https://www.bayerischer-brauerbund.de/videos/tag-des-bayerischen-bieres/">Bierbrunnen</a> der Geburtstag des Bayerischen Reinheitsgebotes heuer wieder mit 1.000 Litern Freibier gefeiert. Das Event startet um 15:00 Uhr.</p>



<p><strong>Michaela Kaniber</strong>, Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, zugleich Schirmherrin über den „Tag des Bayerischen Bieres“ und die „Bayerische Bierwoche“, eröffnet am Dienstag, dem <strong>23. April 2024 ab 15:00</strong> <strong>Uhr </strong>zusammen mit dem <strong>Präsidenten des Bayerischen Brauerbundes</strong> <strong>Georg Schneider, </strong>dem<strong> Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dr. Thomas Geppert,</strong> der amtierenden <strong>Bayerischen Bierkönigin Mona Sommer </strong>sowie der <strong>Hallertauer Vize-Hopfenkönigin</strong> <strong>Anna-Lena Ostler</strong> den Bierausschank aus dem Bierbrunnen am Oskar-von-Miller-Ring 1.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ganz Bayern feiert mit</h2>



<p>Bayernweit begehen Brauereien den Geburtstag „ihres“ Reinheitsgebotes mit Festen. So feiert die Stadtbrauerei in Spalt (Mfr.) am 20. und 21. April ihr Brauereifest, die Brauerei Hofmann im mittelfränkischen Gutenstetten-Pahres lädt vom 19.-21. April zum Hofmann-Bierfest. Im unterfränkischen Ebern laden die Brauereien des Landkreises Hassberge am 20. April zum „Genussfestival“. Am selben Tag feiern die Brauereien aus Stadt und Landkreis Regensburg (Opf.) auf dem Haidplatz den Tag des Bieres.</p>



<p>Im Freilandmuseum Bad Windsheim (Mfr.) wird am 21. April in der 300-Jahre alten Kraisdorfer-Hofbraustelle und im Schlüsselfelder Kommunbrauhaus vorgeführt, wie Bier früher gebraut wurde und am Ort des Erlasses des Reinheitsgebotes, in Ingolstadt, wird vom 26. bis 28. April das „Fest zum reinen Bier“ gefeiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Live-Musik und viele andere Veranstaltungen</h2>



<p>Die Freisinger können am 25. April auf dem Marienplatz bei Live-Musik den Tag des Bieres begehen. Dies sind nur einige Beispiele, wie von Oberfranken bis ins Allgäu der „Tag des Bayerischen Bieres“ gefeiert wird. Welche Brauerei &#8211; z. T. in Zusammenarbeit mit der örtlichen Gastronomie &#8211; Veranstaltungen zum Tag des Bieres anbietet, können Sie den jeweiligen Veranstaltungskalendern und Veröffentlichungen im Internet, in den sozialen Medien oder Regionalzeitungen entnehmen.</p>



<p>Textquelle: Pressemitteilung des Bayerischen Brauerbunds vom 15.04.2024</p>



<h2 class="wp-block-heading">+++ Update – kein Fest wegen schlechten Wetters+++</h2>



<p>Die am 23. April 2024 ab 15:00 Uhr geplante Feier hat der Brauerbund kurzfristig abgesagt. Der Grund: das schlechte Wetter.</p>



<p>„Bei angekündigten maximal 5 Grad und Schneefall macht ein solches Fest leider keinen Sinn“, begründet Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, die kurzfristige Absage.</p>



<p>Noch nie haben man das Fest, das es seit 1996 gibt, witterungsbedingt ausfallen lassen müssen, so Ebbertz. Aber unter den sich abzeichnenden Witterungsbedingungen sei nicht zu erwarten, dass Menschen sich nach der Arbeit bei Musik fröhlich zu einem Bier treffen und auf den 508. Geburtstag des Bayerischen Reinheitsgebotes anstoßen. Der Brauerbund hofft auf wieder bessere Rahmenbedingungen im nächsten Jahr.</p>
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		<title>Reinheitsgebot verliert bei jungen Menschen an Bedeutung</title>
		<link>https://bier-und-brauhaus.de/reinheitsgebot-verliert-an-bedeutung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bier &#38; Brauhaus Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jul 2019 12:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bierkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Premium Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Reinheitsgebot]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Verbrauchertrends]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reinheitsgebot verliert für jüngere Konsumenten an Bedeutung In einer Umfrage wurden die Trends der nächsten Jahre auf dem Biermarkt untersucht. Ein Ergebnis: Biertrinker, die in den 1980er-Jahren und später geboren wurden, folgen anderen Qualitätsmerkmalen als ältere Biertrinker. Das Reinheitsgebot nehmen sie als weniger wichtig war als andere Aspekte. Die Konsumkontexte des Biertrinkens werden zukünftig zunehmend [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Reinheitsgebot verliert für jüngere Konsumenten an Bedeutung </strong></h2>



<p><strong>In einer Umfrage wurden die Trends der nächsten Jahre auf dem Biermarkt untersucht. Ein Ergebnis: Biertrinker, die in den 1980er-Jahren und später geboren wurden, folgen anderen Qualitätsmerkmalen als ältere Biertrinker. Das Reinheitsgebot nehmen sie als weniger wichtig war als andere Aspekte. </strong></p>



<p>Die Konsumkontexte des Biertrinkens werden zukünftig zunehmend ins Zentrum der Marketingstrategien von Brauereien treten. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „Nicht mein Bier?! Verbrauchertrends 2025“ des Consultingunternehmens K&amp;A Brand Research, für die 1.000 Menschen nach ihrem Konsumverhalten und ihrer Meinung zu Trends auf dem Biermarkt befragt wurden. Wann, wie und zu welchem Anlass Bier getrunken werde, heißt es in der Studie, seien die zentralen Fragen der Zukunft. Egal, ob „Weißwurst-Weizen“, „Schäufele-Seidla“ oder „Sommer-Pils“: Erste Schritte in diese Richtung seien von einigen Brauereien bereits gegangen worden.</p>



<p>Zudem werde die Bedeutung der regionalen Herkunft als Mehrwert einer Marke verstanden, schreiben die Autoren der Studie. Sie wecke sowohl in der älteren als auch in der jüngeren Generation positive Assoziationen. Eng verbunden damit sei die Wertschätzung von „handgemachtem“ Bier. Über die persönliche und traditionelle Zubereitung in überschaubar großen Sudhäusern werde beim Konsumenten Vertrauen geweckt. Durch detaillierte Brauereiführungen und die Erlebbarmachung von besonderen Geschmacksrichtungen finde zudemeine Abgrenzung zum „Industriebier“ statt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Neuentdeckung des „Premium-Biers“</strong></h2>



<p>Als weiteres Ergebnis der Studie wird die Neuentdeckung des „Premium-Bieres“ konstatiert. Der Trend entwickle sich dahingehend, dass Bier mehr als Genießer- und Kennergetränk inszeniert wird. Die Wertigkeit und Qualität werde zukünftig über unterschiedliche Attribute, wie beispielsweise spezielle Herstellungsverfahren, besondere Gütesiegel oder eine ressourcenschonende Herstellung, vermarktet, heißt es. Das Reinheitsgebot hingegen scheint gerade von der Generation der ab den 1980er-Jahren Geborenen zunehmend als nebensächliches Qualitätsmerkmal betrachtet zu werden.</p>



<p>Eine nicht ganz neue, aber interessante Entwicklung verbirgt sich hinter der Trenderwartung des „Functional Beer“. Demnach haben alkoholfreie und alkoholreduzierte Biere sowie Biermischgetränke auch in der Zukunft ein hohes Potenzial. Bei gutem Geschmack müsse Bier nicht zwingend alkoholhaltig sein, heißt es in der Studie.</p>



<p class="has-text-align-right">Benedikt Sand</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bayerisches Bier – ein kulinarisches Erbe</title>
		<link>https://bier-und-brauhaus.de/bayerisches-bier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bier &#38; Brauhaus Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2018 18:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Speisen & Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayerisches]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätssiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Reinheitsgebot]]></category>
		<category><![CDATA[Weißbier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 2001 ist „Bayerisches Bier“ eine geschützte geographische Angabe (g.g.A.). Durch sie wissen Kunden, dass ihr Bier nach traditionellen Verfahren in Bayern hergestellt wurde.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bier-und-brauhaus.de/bayerisches-bier/">Bayerisches Bier – ein kulinarisches Erbe</a> erschien zuerst auf <a href="https://bier-und-brauhaus.de">Magazin Bier &amp; Brauhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>&#8222;Bayerisches Bier&#8220; ist ein Qualitätssiegel</strong></h2>



<p>Weißbier – einst das Bier des Adels – befindet sich unaufhaltsam im Niedergang: Keiner will es mehr kaufen, auch in Bayern ist untergäriges Bier jetzt beliebter. Immer mehr Brauhäuser müssen den Betrieb einstellen. Weißbier gehört der Vergangenheit an. Nur Georg Schneider will das nicht glauben: Er verhandelt mit König Ludwig II., das seit über 250 Jahren bestehende Staatsmonopol zum Brauen und Vertrieb von Weißbier aufzulösen. 1872 hat er Erfolg und gründet die Firma <em>G. Schneider &amp; Sohn</em>.</p>



<p>Heute hat sich das Unternehmen gewandelt – und ist sich zugleich treu geblieben. Das Brauereigelände in München wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Daher brauen die rund 100 Mitarbeiter jetzt am zweiten Stammsitz in Kelheim mit heimischen Rohstoffen nach dem Bayerischen Reinheitsgebot. Geführt wird der Betrieb immer noch von Georg Schneider. Er ist der sechste, der diesen Namen trägt. Seit dem Jahr 2000 trägt er auch die Verantwortung für das Unternehmen.</p>



<p>Doch allein das Besinnen auf die eigene Herkunft und die Wertschätzung der Traditionen reicht nicht aus, um auf dem Markt erfolgreich zu sein. Georg Schneider ist daher stets damit beschäftigt, neue Kreationen zu entwickeln und sich so den Anforderungen des Marktes anzupassen, ohne Altbewährtes preiszugeben. Er exportiert mittlerweile ein Viertel seines Ausstoßes ins Ausland – in derzeit 39 Ländern kann man seine Produkte kaufen.</p>



<p>Damit seine Kunden im In- und Ausland sich darauf verlassen können, dass sie authentischen Genuss bekommen und nicht lediglich ein Bier, das irgendwo auf der Welt nur „nach bayerischer Art“ gebraut wurde, ist Georg Schneider der Schutzgemeinschaft <em>Bayerisches Bier g.g.A.</em> gleich nach ihrer Gründung im Jahr 2001 beigetreten: „Das Siegel ist eine schnelle und gute Orientierung für alle, die ein echtes bayerisches Bier trinken wollen.“</p>



<p>Eingeführt hat das Gütesiegel die Europäische Union (EU). Die Abkürzung <em>g.g.A.</em> steht für <em>geschützte geographische Angabe</em>: Ein so gekennzeichnetes Agrarprodukt oder Lebensmittel wird in seiner Ursprungsregion und nach traditionellen Verfahren und Rezepten hergestellt. Mindestens eine der Produktionsstufen – also Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung – findet im Herkunftsland statt.</p>



<p>So reiht sich das Bayerische Bier ein neben Champagner und Parmaschinken, Südtiroler Speck und Nürnberger Rostbratwürste: All diese Produkte werden von der EU als regionaltypische Spezialitäten geschützt und tragen eines der drei gesetzlichen Gütesiegel. Zwei davon, die <em>geschützte geographische Angabe </em>und die <em>geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.),</em> geben dabei einen klaren Hinweis auf die Herkunft der Produkte.</p>



<p>Europaweit sind derzeit 1380 Lebensmittel mit einem der beiden Gütesiegel ausgezeichnet. In Deutschland stehen 90 Produkte unter dem Herkunftsschutz <em>geschützte geografische Angabe</em> oder <em>geschützte Ursprungsbezeichnung</em>, rund 30 der europaweit geschützten Schmankerl kommen aus Bayern.</p>



<p>Beim Bier ist Deutschland mit neun registrierten Ursprungsbezeichnungen Spitzenreiter in der EU – mehr als ein Drittel der insgesamt 26 <em>g.g.A.</em>-Biere stammen von hier: Bayerisches Bier, Bremer Bier, Dortmunder Bier, Hofer Bier, Kölsch, Kulmbacher Bier, Mainfranken Bier, Münchner Bier, Reuther Bier – sie alle dürfen das Signet tragen und belegen damit, dass ihre Herstellung nach bestimmten Grundsätzen erfolgt. <em>Münchner Bier g.g.A.</em> beispielsweise muss in gewissen Brauereien im Stadtgebiet Münchens nach einem dokumentierten Verfahren gebraut werden. Zudem wird geprüft, dass es bestimmte Kriterien in Bezug auf Stammwürzegehalt und Farbe aufweist.</p>



<p>Einen Namen, der als <em>geschützte geographische Bezeichnung</em> geschützt ist, dürfen Hersteller aus anderen Regionen nicht verwenden. Auch wörtliche und bildliche Anlehnungen sind untersagt. Für <em>Bayerisches Bier g.g.A.</em> bedeutet das: Ein Bier aus anderen Gegenden darf auch nicht als <em>Bayrisch Bier</em> bezeichnet oder als <em>nach bayerischer Art</em> gebraut beschrieben werden; die Verwendung von blau-weißen Rauten auf dem Label ist ebenfalls nicht erlaubt. Damit soll das Gütesiegel Produkte vor Nachahmung schützen. So dient es einem fairen Wettbewerb, aber auch den Interessen der Verbraucher. Der Kunde hat mit dem Siegel weltweit die Garantie, dass das gekaufte Bier keine billige Nachahmung ist, sondern in der vorgeschriebenen Weise, aus exakt definierten Rohstoffen und in Bayern produziert wurde.</p>



<p>Nur Biere, die nach den Vorschriften des Bayerischen Reinheitsgebots und in einer der rund 600 bayerischen Brauereien hergestellt wurden, dürfen als <em>Bayerisches Bier</em> vermarktet werden. Auch der Gehalt an Stammwürze und Alkohol und die Farbe der Biere sind festgeschrieben, um ihren Charakter zu bewahren und die Spezialitäten vor &#8222;Verwässerung&#8220; zu schützen. So lässt sich ein weiteres Ziel erreichen, das die EU mit der Vergabe der Gütesiegel verfolgt: die dauerhafte Gewährleistung der Qualität von Lebensmitteln. Die EU-Zeichen sollen ein immer gleichbleibendes Geschmackserlebnis auf hohem Qualitätsniveau garantieren. Verbraucher sollen die geliebten traditionellen Genüsse an ihrem einzigartigen Duft und dem vertrauten Geschmack eindeutig erkennen. Dies wird durch strikte Prüfverfahren und regelmäßige Kontrollen sichergestellt.</p>



<p>Derzeit profitieren 85 bayerische Brauereien – von der Aktienbrauerei Kaufbeuren bis zur Privatbrauerei Zötler – vom Status der <em>geschützten geografischen Angabe g.g.A. </em>Eine weitere Brauerei, die das Siegel führen darf, ist <em>St. GeorgenBräu </em>im oberfränkischen Landkreis Bamberg. Bereits seit 1624 wird in Buttenheim Bier gebraut – damit ist das mittelständische Unternehmen eine der ältesten Familienbrauereien Frankens.</p>



<p>Dass Norbert Kramer diese Tradition einmal fortführen würde, daran hätte er nie gedacht. Dabei ist er seit seiner Jugend eng mit dem Unternehmen verwachsen: Hier begann er seine Ausbildung zum Brauer und Mälzer, nach dem erfolgreichen Abschluss arbeitete er lange als Brauer in der Brauerei. Später wechselte er ins Management. So erlebte und gestaltete er die Entwicklung der Brauerei <em>St. GeorgenBräu</em> über Jahrzehnte mit – bis für das Unternehmen im Jahr 2009 plötzlich turbulente Zeiten anstanden: Die Nachfolge im Familienunternehmen war nicht mehr gesichert, schließlich entschied sich die Besitzerfamilie Modschiedler, <em>St. GeorgenBräu</em> zu verkaufen. Norbert Kramer und seine Frau mussten nicht lange überlegen. Sofort war beiden klar gewesen, dass sie die Brauerei übernehmen würden. Diese Entscheidung haben sie nie bereut – auch wenn es, wie in jedem Unternehmen, kleinere und größere Herausforderungen zu meistern gibt.</p>



<p>Seit der Übernahme von <em>St. GeorgenBräu</em> hat Kramer als Geschäftsführer zahlreiche Neuerungen in Angriff genommen. Manche bleiben der Öffentlichkeit verborgen – so beispielsweise die Investition von über 2,5 Millionen Euro in die technische Ausstattung der Brauerei. Mit der modernen Flaschenabfüllanlage verbunden ist aber auch die Umstellung auf die Euro-Flasche, ein für <em>St. GeorgenBräu</em> bis dahin komplett neues Gebinde. Kramer möchte die Tradition seines Unternehmens auch durch die passende Verpackung sichtbar machen und hat erkannt: Die Euro-Flasche transportiert diesen Wert perfekt. Zeitgleich mit der Umstellung der Flaschenform hat die Brauerei auch alle Etiketten und ihren medialen Außenauftritt neu gestaltet – frisch und modern, aber doch gleichzeitig traditionsbewusst.</p>



<p>Nicht nur im technischen und gestalterischen Bereich hat sich seit der Übernahme durch Kramer viel getan. Auch eine neue Bierkreation hat der Brauereichef eingeführt: den <em>Buttenheimer Hopfenzupfer</em>, der einmal im Jahr gebraut wird. Dafür verwendet die Brauerei selbst angebaute Hopfendolden aus dem unternehmenseigenen Schau-Hopfengarten, die direkt nach dem Pflücken in den Sud kommen. Das ist zwar auf der einen Seite eine Innovation für die Brauerei, auf der anderen Seite zeigt aber auch dieses Produkt die Besinnung auf traditionelle Werte: „Ein Bier wie aus der guten alten Zeit!“, so beschreibt Kramer sein neues Grünhopfenbier.</p>



<p>Trotz aller Veränderungen und Innovationen hat sich <em>St. GeorgenBräu</em> eine wichtige Sache bewahrt: Der Fokus der Brauerei liegt nach wie vor auf dem naturtrüben Kellerbier. Das <em>St. GeorgenBräu Kellerbier</em> wird immer noch nach uralter, überlieferter Brauart hergestellt: klassische kalte Hauptgärung bei 7 bis 8 Grad, wochenlange Lagerung und Reifung in den kalten Buttenheimer Kellern, keine Pasteurisierung und auch keine Kurzzeiterhitzung, so dass die Hefe und alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben – ganz traditionell und nach altbewährter Methode. Die Buttenheimer Brauerei war mit dieser Biersorte Vorreiter und viele Jahre nahezu allein auf dem Markt. „Wir waren die ersten, die vor mehr als 80 Jahren echtes Kellerbier in Flaschen abgefüllt haben&#8220;, erzählt Norbert Kramer. Dass es heute im Gegensatz zu früher viele Mitanbieter in diesem Marktsegment gibt, sieht Kramer sogar eher positiv: „Nun weiß jedenfalls jeder, was ein Kellerbier ist.“</p>



<p>In der Region Oberfranken ist die Brauerei fest verwurzelt, hier liegt ihr Hauptabsatzgebiet. Doch auch Kramer verkauft seine Produkte über die deutschen Grenzen hinaus. Der Export macht einen stetig wachsenden Anteil des Absatzes aus, gerade das originale Kellerbier sei im Ausland sehr beliebt und gefragt, erklärt er. Kramer und sein Team sind fest davon überzeugt, dass ihre Kunden stark auf die Zertifizierung <em>Bayerisches Bier g.g.A.</em> achten – egal, ob sie aus der Region stammen und lokal einkaufen wollen oder ob sie im Ausland wissen möchten, dass sie höchste Qualität aus Bayern kaufen. Das blaue Signet stellt für die Brauerei eine Auszeichnung dar, gleichbedeutend einem Qualitätssiegel. „Wir stehen als Familienbrauerei hinter unseren regionalen Konzepten und brauen nach wie vor sehr handwerklich&#8220;, betont Kramer. &#8222;Wir haben einen sehr hohen Qualitätsanspruch an unsere Biere und verbinden mit dem Logo auf der Flasche auch eine gewisse Wertevermittlung an unsere Kunden.“</p>



<p>Norbert Kramer von <em>St. GeorgenBräu</em> ist sich mit Georg Schneider von <em>Schneider Weisse</em> einig: Eine Bündelung von Interessen und Werten ist immer eine gute Sache – besonders wenn man eine Auszeichnung nutzen kann, die nur wenige Lebensmittel in Bayern tragen dürfen, die aber in der ganzen Europäischen Union und darüber hinaus einen sehr guten Ruf und einen hohen Stellenwert hat. Es gibt viele Schaumweine – aber nur den einen Champagner. Genauso hilft die Kennzeichnung als <em>Bayerisches Bier g.g.A.</em> überall in Europa, unverfälschten Genuss aus der bayerischen Heimat im Supermarkt zu finden. Norbert Kramer schließt: „Ich kann nur jeden dazu ermuntern, sich der Schutzgemeinschaft anzuschließen.“</p>



<p class="has-text-align-right">Bayerischer Brauerbund</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Rohstoffe von Biobiere zurückverfolgen</title>
		<link>https://bier-und-brauhaus.de/bio-mit-gesicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Falk Osterloh]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Dec 2017 09:07:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brauhandwerk & Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Biobiere]]></category>
		<category><![CDATA[Bioverbände]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche]]></category>
		<category><![CDATA[Reinheitsgebot]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bio mit Gesicht Durch das Reinheitsgebot haben deutsche Biere bei den Verbrauchern einen so guten Ruf, dass es Biobiere am Markt schwer haben. Um die Nachverfolgbarkeit von Bioprodukten zu ermöglichen, wurde im Jahr 2005 eine Initiative ins Leben gerufen, an der sich auch Brauer, Mälzer und Bauern beteiligen können. In B&#38;B erklären einige von ihnen, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bier-und-brauhaus.de/bio-mit-gesicht/">Die Rohstoffe von Biobiere zurückverfolgen</a> erschien zuerst auf <a href="https://bier-und-brauhaus.de">Magazin Bier &amp; Brauhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bio mit Gesicht</strong></h2>



<p><strong>Durch das Reinheitsgebot haben deutsche Biere bei den Verbrauchern einen so guten Ruf, dass es Biobiere am Markt schwer haben. Um die Nachverfolgbarkeit von Bioprodukten zu ermöglichen, wurde im Jahr 2005 eine Initiative ins Leben gerufen, an der sich auch Brauer, Mälzer und Bauern beteiligen können. In B&amp;B erklären einige von ihnen, warum sie dies tun und wie es mit Bioprodukten, insbesondere mit Biobier, weitergehen wird. </strong></p>



<p>Normalerweise findet man auf dem Etikett einer Bierflasche ein paar schöne Sprüche, die Liste der Zutaten und das Mindesthaltbarkeitsdatum. Auf dem Etikett der Potsdamer Stange, einem hellen, mit Weizenmalz gebrauten Kellerbier, steht noch etwas anders: eine siebenstellige Ziffer, die man auf der Internetseite „bio-mit-gesicht.de“ eingeben kann. Wer dies tut, wird zu einer Seite weitergeleitet, auf der fünf Gesichter den Betrachter freundlich anlächeln. Zwei dieser Gesichter gehören Jörg Kirchhoff und Thomas Köhler, den Gründern und Geschäftsführern der Potsdamer Braumanufaktur. „Wir haben das Bier gebraut“, steht über dem Bild. Mit der Initiative „Bio mit Gesicht“ können Biertrinker nachvollziehen, woher die Rohstoffe stammen, mit denen ihr Bier gebraut wurde. Ins Leben gerufen wurde sie unter anderem von Naturland.</p>



<p>Jörg Kirchhoff und Thomas Köhler brauen seit 2003 im alten Forsthaus Templin. Von Anfang an brauen sie nach den Vorgaben von Naturland. Warum? „Uns ist es wichtig, dass die Gerste für unsere Biere nicht gespritzt ist und dass sie aus der Heimat kommt. Das ist eine Herzensangelegenheit für uns“, sagt Thomas zu B&amp;B. „Unsere Gewinnmarge ist dadurch nicht so hoch. Aber wir können trotzdem gut davon leben. Eine Maximierung des Gewinns ist nicht alles.“ Zudem verkaufen sie ihr Biobier zu höheren Preisen als die konventionelle Konkurrenz. Aber „der Verbraucher bezahlt es gerne“, meint Thomas.</p>



<p>Scrollt man auf der Seite „bio-mit-gesicht.de“ weiter nach unten, sieht man ein Bild von Thomas und Werner Lang, die in einem Gerstenfeld stehen und dem Betrachter ebenfalls freundlich entgegenlachen. Sie sind die Inhaber der Mälzerei Rhön Malz aus dem unterfränkischen Mellrichstadt. Und sie stellen das Malz her, mit dem Thomas und Jörg ihre Biere brauen. Warum vermälzen sie nach den Vorgaben von Naturland? „Im Jahr 1993 haben wir von der Bayerischen Exportbierbrauerei Roth in der Rhön die Anfrage erhalten, ob wir Biomalz herstellen können“, erklärt Thomas gegenüber B&amp;B. „Nach kurzer Prüfung der damaligen Anforderungen und weil wir dieses Projekt spannend fanden, sagten wir zu.“ Von den Anforderungen an die Produktion von biologisch erzeugtem Malz bis zur Naturland-Zertifizierung sei es dann nur noch ein kleiner Schritt gewesen.</p>



<p class="has-text-align-right"><em>Thomas Lang</em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://bier-und-brauhaus.de/wp-content/uploads/2019/06/Thomas_Lang_Rhoenmalz.jpg" alt="" class="wp-image-5482" width="365" height="548" srcset="https://bier-und-brauhaus.de/wp-content/uploads/2019/06/Thomas_Lang_Rhoenmalz.jpg 563w, https://bier-und-brauhaus.de/wp-content/uploads/2019/06/Thomas_Lang_Rhoenmalz-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 365px) 100vw, 365px" /><figcaption>© Rhön Malz</figcaption></figure></div>



<p>Für die Mälzerei bestehen die Vorgaben des Verbandes vor allem in zwei Bereichen. „Wir dürfen die Gerste, die wir erhalten, beim Mälzen nicht schwefeln“, sagt Thomas. „Und wir müssen die Chargen der ökologisch hergestellten Malze von denen konventionell produzierter Malze trennen.“</p>



<p>Hätte nicht auch Rhön Malz höhere Erlöse, wenn sie nicht nach den Naturlandvorgaben arbeiten würden? „In unserer Unternehmensphilosophie als kleine Handwerksmälzerei steht nicht die Gewinnmaximierung“, betont auch Thomas Lang. „Stattdessen stehen bei uns die persönlichen Beziehungen zu unseren Braugerstenerzeugern und unseren Brauereikunden im Vordergrund.“ Dazu kämen Themenkomplexe wie Umweltschutz, geringer CO²-Abdruck oder einfach der Wunsch, bessere Malze herzustellen.</p>



<p>Doch sind ökologisch hergestellte Malze wirklich besser? „Malz, das nach Ökovorgaben verarbeitet wurde, unterscheidet sich von konventionell hergestelltem Malz vor allem durch den ökologischen Anbau auf dem Feld“, sagt Thomas. „Die Felder haben in der Regel eine bessere Fruchtfolge. Daraus resultiert ein gesünderer Boden für die Frucht. So hat Biogetreide meist weniger Fusarien“, eine bestimmte Art von Schimmelpilzen. „Im ökologisch angebauten Getreide gibt es mehr Kräuter, die der Landwirt nicht wegspritzen darf“, erklärt Thomas weiter. „Eine Ökocharge beim Ausweichen in der Mälzerei duftet dadurch. Der ganze Aufwuchs des Getreides ist ein anderer, da eben nicht mit Spritzmitteln eingegriffen werden darf.“ So sei wahrscheinlich auch die Kornzusammensetzung bei Ökogetreide eine andere. „Das ist aber meines Wissens noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen“, meint der Rhön-Malz-Inhaber. Ein Indiz dafür sei aber, dass Ökomalz weniger wiege als konventionelles Malz.</p>



<p class="has-text-align-right"><i>­Johanna von Münchhausen</i></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://bier-und-brauhaus.de/wp-content/uploads/2019/06/Johanna_von_Muenchhausen1.jpg" alt="" class="wp-image-5483" width="839" height="629" srcset="https://bier-und-brauhaus.de/wp-content/uploads/2019/06/Johanna_von_Muenchhausen1.jpg 845w, https://bier-und-brauhaus.de/wp-content/uploads/2019/06/Johanna_von_Muenchhausen1-300x225.jpg 300w, https://bier-und-brauhaus.de/wp-content/uploads/2019/06/Johanna_von_Muenchhausen1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 839px) 100vw, 839px" /><figcaption>© privat</figcaption></figure>



<p>Noch weiter unten auf der Internetseite stehen die Landwirte, die die Gerste anbauen, die Rhön Malz verarbeitet. Zu den Betrieben, die nach Naturland-Richtlinien arbeiten, zählt auch die Schlossgut Alt Madlitz GmbH &amp; Co. KG, ein Ackerbaubetrieb, der 80 Kilometer östlich von Berlin in Brandenburg liegt. Die Betriebsleiterin des Schlossgutes, Johanna von Münchhausen, erklärt, warum sie bei der Initiative mitmacht: „Wir möchten den Verbrauchern zeigen, wer das Getreide für ihr Bier anbaut. Immer noch viel zu selten ist die Rückverfolgbarkeit bei Produkten gegeben. Es ist eine gute Sache, die wir unbedingt unterstützen möchten.“</p>



<p>Alle Bioverbände böten den Landwirten, die ökologisch anbauen wollen, eine Reihe von Vorteilen, sagt Johanna. Dass sie sich für Naturland entschieden haben, „war nicht nur eine Frage der Sympathie, sondern auch der einzelnen Richtlinien, nach denen der Verband arbeitet“. Ihr gefällt die professionelle Beratung, die Getreidevermarktung über die Naturland Marktgesellschaft und die Zusammenarbeit mit Naturland-Legehennenställen. Die Ställe erhalten vom Schlossgut Alt Madlitz Futtergetreide und liefern ihrerseits Geflügelmist. „So wissen wir immer genau, woher unsere Düngemittel kommen“, sagt Johanna.</p>



<p>Die Initiative „Bio mit Gesicht“ wurde im Jahr 2005 von Naturland gegründet, von Bioland, den jeweiligen Marktgesellschaft der beiden Öko-Verbände, von Demeter, den familiengeführten Einzelhandelsunternehmen tegut… und Feneberg, von Ecoinform und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau. Wie kam es dazu? „Die Naturland Qualitätssicherung arbeitet dafür, die Entstehung eines Naturlandprodukts in allen Zutaten zu deren Ursprung zurückverfolgen zu können“, sagt Martin Volmer, Leiter des Teams „Netzwerker/Qualitätssicherung“ bei Naturland. „Diese Transparenz und die daraus erwachsende Sicherheit wollten wir auch den Kunden ermöglichen. Die Idee war, weg vom anonymen Produkt im Supermarktregal, hin zu einem Produkt zu kommen, bei dem man die Erzeuger kennenlernen kann.“</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2.500 Landwirte sind bei Naturland dabei</strong></h3>



<p>Die Landwirte müssen zunächst die EU-Öko-Verordnung erfüllen. „Hinzu kommen die Naturland-Richtlinien, die weitreichender und in einigen Punkten strenger sind“, erklärt Martin. „So müssen unsere Mitgliedsbetriebe zum Beispiel komplett auf Bio umgestellt sein.“ Auch die Düngung und die Tierhaltung seien strenger geregelt. So dürfe bei der Düngung kein Klärschlamm eingesetzt werden, und die Stickstoffgaben seien auf 112 Kilogramm pro Jahr beschränkt.</p>



<p>„Brauereien müssen, wie alle 700 Naturland-Verarbeiter, Naturland-Rohstoffe einsetzen und die Naturland-Verarbeitungsrichtlinien einhalten“, fährt Martin fort. „Beim Brauen verzichten Naturland-Brauereien auf einige Filtermaterialien und -verfahren, wie zum Beispiel den Einsatz des Filterkunststoffs PVPP.“</p>



<p>Bei der Initiative „Bio mit Gesicht“ machen etwa 2.500 Landwirte mit. „Bei Bieren gibt es gegenwärtig zwei Brauereien, die teilnehmen“, erklärt Martin. Die Resonanz bei den Verbrauchern sei sehr positiv.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>denn&#8217;s nimmt Craftbiere in ihr Sortiment auf</strong></h3>



<p>Aber wie läuft denn eigentlich das Segment der Biobiere grundsätzlich in Deutschland? Der Anbau von Biogerste macht dem Mälzerbund zufolge einen Anteil von ein bis zwei Prozent am Gesamtmarkt aus – Tendenz steigend. Auch die Sortenvielfalt von Biobieren vergrößert sich derzeit. So hat in diesem Jahr die Biomarktkette denn’s zwei weitere Craftbiermarken in ihr Biobiersortiment aufgenommen. Damit reagiert denn‘s auch auf die zunehmende Verbreitung von Craftbieren. „Als Vollsortimenter bilden wir alle Bereiche des Alltags ab. Daher möchten wir auch mit unserem Biersortiment die Wünsche unserer Kunden erfüllen“, erklärt die Biomarktkette. So gebe es neben glutenfreien und alkoholfreien Biere auch Craftbiere für Kunden, die auf der Suche nach etwas Exklusivem und Unkonventionellem seien.</p>



<p>Und wie geht es weiter mit Biobieren? „Biologischer Anbau ist weiter im Kommen“, sagt Thomas von der Potsdamer Braumanufaktur. „Wer jetzt anfangen wollte, Biobier herzustellen, hätte es schwer, die nötigen Rohstoffe dafür zu bekommen. Wir sind zum Glück durch unseren Verband abgesichert.“</p>



<p>„Die Nachfrage nach Ökoprodukten steigt weiterhin an, wobei die Anbaufläche proportional nicht mitwächst“, sagt auch Johanna vom Schlossgut Alt Madlitz. Hier müsse aber zwischen Bioprodukten (nach EG-Öko-Verordnung) und Ökoprodukten (nach Verband-Richtlinien) unterschieden werden. „Ich würde es begrüßen, wenn weitere Betriebe in Deutschland auf ökologischen Landbau umstellen, bevor die nachgefragten Produkte aus dem Ausland importiert werden müssen“, betont sie. „Hier besteht die Kunst nicht nur darin, die Betriebe umzustellen, sondern langfristig dem ökologischen Landbau treu zu bleiben. Das Interesse zur Betriebsumstellung der konventionellen Kollegen ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, sodass wir auch zukünftig mit einer steigenden Produktion nach Verbands-Richtlinien rechnen können. Dies begrüße ich sehr.“</p>



<p>Und wie geht es mit Biobieren weiter? „Wir beobachten, dass in den vergangenen fünf Jahren die Biervielfalt zugenommen hat und zunehmend kleinere Brauereien aktiv werden“, sagt Martin von Naturland. „Gerade diese kleineren Brauereien, die nicht auf Masse produzieren, haben oft auch ein Biobier im Segment. Sie verfahren nach dem Motto: Klasse statt Masse. Dazu passt auch Bio. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt.“</p>



<p class="has-text-align-right">Falk Osterloh</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bier-und-brauhaus.de/bio-mit-gesicht/">Die Rohstoffe von Biobiere zurückverfolgen</a> erschien zuerst auf <a href="https://bier-und-brauhaus.de">Magazin Bier &amp; Brauhaus</a>.</p>
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